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Bis in den Tod (drakonia)
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Beitrag #1
Bis in den Tod (drakonia)
Bis in den Tod



Schlagartig waren die Bilder in seinem Kopf vorhanden. Bilder mischten sich mit Gefühlen und verwoben sich zu einem Geflecht, welches sich wie eine Schlinge um ihn legte. Der Atem ging stoßweise und sie trug die Schuld an seinem Leid. Worauf hatte er sich nur eingelassen? War es eine Frau wert, dass man sein Leben für sie riskierte? Dachte sein Gegenüber ebenso. Er hatte die Angst nicht in dem Blick des Mannes flackern sehen. Viel mehr war es ein fester Blick, der ihm begegnet war, das, was ihn hatte zweifeln lassen. Dieser entschlossene Blick, hatte ihn in seinen Grundfesten erschüttert und ihn ins Wanken gebracht.

Aurels Blick ging zu der Frau, die sein Herz im Sturm erobert hatte und für die er durchs Feuer gegangen wäre und auch gegangen war. Nie hatte er an ihr gezweifelt, nie die Liebe, die er für sie empfand in Frage gestellt und nun hatte sich als wahr erwiesen, was im Dorf bereits seit Jahren getuschelt wurde. Sie war eine Verführerin, eine Hübschlerin, eine Metze. Er hatte sich auf sie eingelassen und nun trachtete ein fremder Mann nach seinem Leben und allem, was er sich mit ihr hatte aufbauen wollen. Ihr Blick war kühl, berechnend und rüttelte erneut an ihm. War SIE es wert, dass man sich für sie auf Teufel komm raus mit einem Mann, der einem körperlich auch noch überlegen schien, maß?

Die Waffen waren gewählt und sie waren gut gewählt. Doch irgendetwas lies ihn zweifeln, ob das, was er hier tat, wirklich das war, was er wollte. Im Grunde seines Herzens wollte er eine Familie, ein Haus in einem Vorort und ein duzend Kinder, die ihm dann irgendwann Enkel schenken würden und wenn er alt und schwach geworden war, jene Kinder sich um ihn sorgten. War dies nicht der Wunsch eines einfachen Mannes? Wieder traten die Bilder hervor, wie sie ihn im Badehaus begegnet war. Ihr Lächeln, ihr Duft, alles an ihr hatte ihm die Sinne vernebelt und sie hatte ihn eingewickelt, verführt und ihm alles genommen, an was er als ehemaliger Gladiator geglaubt hatte.

Zu den Arenazeiten konnte er sich vor Angeboten kaum retten und die Weiber lagen ihm zu Füßen, doch auch er hatte sich verändert, war reifer geworden und seine Sehnsucht nach einer festen Bindung war gewachsen und sein Wunsch wurde beinahe unerträglich, der Nachwelt etwas zu hinterlassen, was von Bestand war. Ihr Lächeln hatte für ihn alles gewandelt. Ihr Blick, als sie den nackten Mann vor sich sah, berührte ihn erneut. Er hatte so scheu gewirkt, so verlegen und doch war es alles nur gespielt. Sie wollte an seine Ersparnisse, das wurde ihm schmerzlich bewusst und doch hatte er sich ihrer Liebe sicher gefühlt.

Ob sie das gleiche Spiel mit seinem Gegenüber gespielt hatte? Ob sie mit diesem Hünen seine Ersparnisse verjubeln wollte? Dazu wollte sie ihn aus dem Weg räumen, dazu hatte sie das Duell einberufen, nicht um die wahre Liebe zu finden, sondern einen Mann zu ermorden, der ihr überlegen war. Den Hünen würde sie vielleicht mit Gift aus dem Weg räumen, das würde bei ihm nicht gelingen. Seine Sklaven kosteten die Speisen vor und geschah ihnen etwas, war die Sache schnell geklärt. Sie liebte diesen Klotz nicht, wollte wahrscheinlich auch nur seine ersparten Denari abgreifen.

War es dem Hünen bewusst, welches Spiel diese Schönheit mit beiden spielte? War es ihm vielleicht egal? Sein Blick tastete den Boden ab, suchte nach einer Möglichkeit, doch Chancen fand man nicht auf der Straße, man musste von der Göttin erhalten. Möge Juno uns wohlgesonnen sein! murmelte Aurel mehr zu sich, als zu dem Hünen. Dieser schnaubte kurz in Richtung des Römers und nahm die Waffe auf. Ein Schwertkampf. Das war immer schön seine liebste Form des Kampfes gewesen. Seine Reflexe, waren die eines Raubtieres, er war geschmeidig und fließend in seinen Bewegungen und seine körperliche Ausdauer war, trotz der Jahre in Freiheit nicht geringer geworden, dennoch hatte er Angst, vor dem, was er nicht greifen konnte. Er konnte diesen Hünen nicht einschätzen. War er ihm wirklich überlegen, oder machte seine Maße einfach nur den Vorteil?

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als das Schwert ihn hart an der Schulterplatte traf und die Luft hart aus seinen Lungen getrieben wurde. Schnell sprang er in Sicherheit und versuchte sich seine geringere Länge zu Nutze zu machen, indem er seine Flinkheit nutzte. Mit einem harten Schlag auf den ungeschützten Oberschenkel des Mannes, durchschnitt er die Haut und das Blut drang hervor. Die Oberfläche war beschädigt und den Wilden packte die Wut. Der Hass loderte in seinem Blick, die Wut formte sich in seinem Antlitz wieder und aus den Augen wurden unwirkliche Schlitze, die das Ziel anvisierten und wenn Antonius nicht aufpasste, war dies die letzte Schlacht, die er bestreiten würde. Diesen Mann musste er mit eine List und mit ein wenig Geduld besiegen. Er musste ihn müde machen und dann zuschlagen, wenn der Hüne nicht mehr damit rechnete. Mit List und Tücke, wie seine Großmutter zu sagen pflegte, schaffte man alles, was man erreichen wollte.

Doch List und Tücke waren nicht alles, was ein großer Gladiator in den Arenen lernte. Zum Überleben gab es noch ein paar kleine wichtige Details. Niemals durfte man dem Gegner zeigen, dass man müde wurde, oder dass man nur noch unter Schmerzen seine Schlagfolgen ausführte. Deckung war immer eine gute Option, doch wie sollte man auf einer Lichtung Deckung finden? Sein Blick fiel auf die junge Frau, die ihn mittlerweile nur noch anwiderte. Was hatte er an dieser Teuflin gefunden? Ihr Blick war ohne jede Emotion und sie hatte einfach nur die Denari im Kopf, die sein Tod ihr bringen würden. Einen kurzen Moment überlegte er sich einfach zu ergeben, doch der Barbar vor ihm, kannte wahrscheinlich nicht einmal das Wort Aufgabe.

Die schweren Schritte auf dem Waldboden holten ihn zurück und er entging knapp dem Schlag, der seinen Kopf wahrscheinlich gespalten hätte. Die Wucht des Aufpralls, lies die Klinge und den Boden zittern und ihm war klar, dass er diese Frau aus seinen Gedanken verbannen musste. Er würde ihr wahrscheinlich den Tod schenken, wenn er diesen Kampf gewann. Doch dazu musste er erst einmal als Sieger hervorgehen. Sein Herz hämmerte und er spürte die Anstrengung, auch, wenn er noch nicht so lange gekämpft hatte, der erste Schlag des Rivalen hatte gesessen und an seiner Ausdauer gezehrt. Doch er besann sich, wiegte sich selbst in Sicherheit und gaukelte sich selbst vor, dass er die Stärke besaß, diesem Mann den Gar auszumachen. Das hatte bei seinem letzten Arenakampf, jenem Kampf, dem er die Freiheit verdankte auch getan. Sein Ehrgeiz war enorm und sie war sich darüber nicht bewusst. Diese Hure glaubte, dass sie ihn überlisten konnte, doch sein Plan war immer weiter gefestigt worden. Mit all den gefühlskalten Blicken, mit denen sie ihn gerade abstrafte, war das gewachsen, was er vermeiden wollte. Die Wut, der Hass, sein Zorn. Die unbändige Bestie, die in jedem Mann wohnte und die wie ein zweites Gesicht auftauchte und anstelle des zärtlichen Mannes trat.

Diese Bestie trat zum Vorschein und führte von nun an das Schwert. Es war nicht einfach sich selbst zu zügeln, wenn man unter dem Bann dieses Zornes stand und die Schläge, die Antonius nun ausführte waren härter und gezielter. Der vierte Schlag traf mit der Klinge erneut den schon verletzten Oberschenkel und bohrte sich tiefer ins Fleisch. Schmatzend kam die Klinge aus der Wunde und das Blut schoss heraus. Der Hüne musste einen kurzen Augenblick taumeln, fing sich wieder und schrie seine Wut heraus. Törichter Narr, nutze deine Wut und lass sie nicht ungenutzt im Wald verhallen! Das Schwert folgte dem Muster des Zorn, wilde Abfolgen von Hieben, die der Hüne nur schwer parieren konnte und ihn immer weiter bedrängten. Nach weiteren Hieben spürte Antonius, dass dem Rivalen die Luft ausging. Er wehrte sich kaum noch und stolperte mehr, als dass er ging. Antonius nutzte einen Schlenker des Kerls und trieb sein Schwert zwischen Hals und Schulter in den Körper des Mannes. Der Blick war erschrocken, die Augen weit aufgerissen und die Klinge glitt aus dem Leib, während der Mann zusammenbrach. Das Blut spritzte aus der Wunde und langsam wurde der Blick ausdruckslos. Das Leben in seinen Augen verblasste und Antonius hatte gesiegt. Sein Blick ging irre zu dem Weib herüber, die nun auch erschrocken zu ihm blickte. Der Wahnsinn hatte ihn fest im Griff und er stürmte auf die Hure zu.

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Dieser kleine Mann, der so durchtrainiert aussah und den Blick nicht von dem Weibe lassen konnte, wirkte wunderlich auf Isaak. Das Weib hatte ihn beauftragt sie zu schützen, wollte sie doch einen Spaziergang im Wald wagen und sich der Vogelkunde und der Fährtenlese widmen. Dieser leicht gerüstete Mann, war aus dem Gebüsch auf sie zugestürmt, warf haltlose, wütende Worte zur Frau hinüber, von denen Isaak nur die Hälfte verstanden hatte. Doch scheinbar war er eine Bedrohung für die Frau und in ihrem Blick lag die pure Panik. Sie hatte ihm von diesem Irren erzählt. Sie war eine Hure des Heeres und er wollte sie kaufen, sie als seine persönliche Lustsklavin halten und Kinder mit ihr haben. Doch sie verbot sich so etwas. Sie wollte ihren Körper so lange nutzen, wie die Männer ihn ansprechend fanden, hatte sie ihm anvertraut. Ein Lächeln im Blick und er konnte sich vorstellen, dass viele Männer von ihren zarten rosa Lippen kosten wollten. Doch er musste sich konzentrieren, galt ihr Leben seinen Händen anvertraut. Die Denari hatte er seiner Frau gegeben, die sie ihm gegeben hatte. Denn seine Kinder sollten einmal besser leben als ihr alter Herr.

Er war von Sklaventreibern mit seiner Familie gefangen worden, in den wilden Wäldern in den östlichen Teilen. Damals wollte er eine Kultstätte seines Gottes aufsuchen und um das Wohl seines jüngsten Sohnes beten. Seine Frau und ihre beiden Töchter begleiteten ihn, während Malek bei seinem Großvater blieb. Die Männer hatten ihn zu sechst überwältigt, seine Frau bewusstlos geschlagen, als sie fliehen wollte und die Kinder waren eh leichte Beute. Warum nur, warum war er nicht allein gegangen? Der Sklaventreiber hatte die komplette Familie an die Huren verkauft, die sie gut behandelten und seinen Töchtern nichts antaten. Die Geschichten die er gehört hatte, lies die Huren in weniger gutem Licht stehen, doch sie ließen ihn und seine Familie in ihrem Lohn und Brot stehen. Alles was er tat, tat er mit gutem Gewissen und alles was er verdiente wurde gespart, dass sie sich eines Tages frei kaufen konnten. Das Extrageld, welches die dunkelhaarige Schönheit ihm zusteckte, dass er sie schützte, konnte das Polster nur aufstocken. Dem armen Irren hatte sie einiges an Geld für ihre Dienste aus den Rippen gepresst und er hatte bereitwillig gezahlt. Sicher hatte sie ihren Teil an der Misere zu tragen, dass er sie nun verfolgte und glaubte sie gehöre ihm allein, doch dass er sie vielleicht umbrachte, das konnte Isaak nicht zulassen. Sie war gut zu ihm und seiner Familie gewesen.

Auf ein Zeichen hin, welches die Frau ihm gab stürmte er auf den Mann zu. Der erste Hieb traf und lies den Mann kurz wanken. Erschrocken sah der Wicht Isaak an und sprang in Deckung. Er hatte ihn am Oberschenkel verletzt, was Isaak wütend schnauben lies. Er tänzelte und Isaak lies ihn gewähren. Vielleicht würde er davon müde werden. Doch er schien zu erstarken je mehr er sich in Sicherheit wiegte und in einem unbewachten Moment donnerte sein Schwert neben ihm in den Boden, was den kleinen Mann aus seinen Gedanken riss. Isaak wollte ihn nicht umbringen, er wollte ihn nur daran hindern weiter der Frau nachzustellen. Dieser Freier war verblendet und sah nicht, was er sich und seiner Umwelt antat. Sein Kopf musste zurück auf die Schultern, auch wenn er zu Beginn zu seiner Göttin gesprochen hatte. Dieser Wicht wurde jedoch nicht schwächer und auch nicht müder. Sein Zorn schien die Oberhand zu gewinnen und die Schläge die er gegen Isaak führte, wurden stärker und zielgerichteter. Der Hüne hatte alle Mühe ihnen auszuweichen und er besann sich an eine Taktik, die sein Vater ihm beigebracht hatte.

Beim Gedanken an die Kampfkunst seines Vater überkam ihn Stolz und er wollte seinem Ahn gerecht werden. Die Taktik war in der Tat recht simpel. Er würde Müdigkeit und Schwäche vortäuschen und ihn damit so weit reizen, dass er unachtsam wurde. Der vierte Schlag des Winzlings, der in der Arena ein gefürchteter Gladiator war, schmerzte ihn ein wenig, das Blut trat aus der Wunde und er torkelte. Das Gesicht des Mannes glich einer Fratze des Bösen und er blickte ihn hasserfüllt an. Isaak tat ihm gleich und schrie ihm seinen Hass entgegen. Er stachelte sich so an und würde den Mann mit der Kriegserfahrung seines Vaters schlagen. Isaak strauchelte, die wilden Schläge des kleinen Mannes folgten dem typischen Muster, wenn die Wut das Schwert führte und Isaak stolperte, als er die Klinge spürte, wie sie sich zwischen seinen Schulterblättern schob und das Blut aus der Wunde schoss. Seinen Blick lies er glasig und leblos werden. Er sank auf die Knie und fiel zu Boden, täuschte seinen Tod vor, flachte den Atem ab und sah, wie der kleine Unhold die Stiefelklinge zückte und mit ihr zu der Hure ging. Sein Blick trübte sich und ihm wurde schummerig. Er war in der Tat geschwächt, doch würde er die junge Frau nicht schutzlos lassen. Mit letzter Kraft stemmte er sich auf und trat hinter den Mann.

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Mit seinen blutigen Händen packte er den zierlichen Hals des Weibes und zog ihren Kopf nah zu seinem Wolltest mich aus dem Weg haben Weib? Scheint nicht aufgegangen zu sein, der Plan. Ein bösartiges Lächeln malte sich auf den Lippen ab und er küsste sie, ein letztes Mal. Der letzte Kuss war es, den er nie vergessen würde. Die Stiefelklinge, die Aurel in seinem Wahnsinn gezogen hatte, ehe er sich zu ihr gewandt hatte, bohrte sich in ihren Leib und sein fester Griff hielt sie, seine Lippen benetzten ihre und als sie mit offenen Augen, leblos und kalt in den Himmel blickte, wusste er, dass sie die Frau war, für die er bis ans Ende der Welt gegangen wäre. Langsam lies er von ihr ab, sie sackte in sich zusammen und blieb leblos zu seinen Füßen liegen. Nie zuvor hatte er geliebt und nie wieder würde er dieses Gefühl spüren. Was hatte er angestellt? Er hatte den liebsten Menschen getötet in einem Wahn aus Eifersucht und Furcht. War er es noch wert, auf dieser Welt zu wandeln? Er wollte einfach nur das Glück greifen, welches er in ihr verkörpert sah, doch ihre Haltung ihm gegenüber war für ihn immer ein Rätsel. Sie vergnügte sich mit ihm, lies ihn an ihren Spielen teilhaben und als er sie für sich allein wollte, verschloss sie sich. Sie wollte nur sein Geld, dessen war er sich sicher und das würde sie nun nie bekommen. Er spürte die kalte Klinge an seinem Hals zu spät. Das Metall fraß sich schmatzend durch seine Haut und das Blut trat aus der Wunde. Er wollte herumschnellen, seinem Angreifer den Dolch in die Rippen treiben und ihn mit sich in den Tod reißen doch diesen letzten Kampf hatte er verloren. Sein Leben zog an ihm vorbei, alle Erfolge in der Arena, alle Frauen, die er je genossen hatte, alles verlor sich in der Unendlichkeit des Lichtes, welches ihn nun umgab. Er ging auf die Knie, sein Blick fiel auf den Körper der Hure und all seine Schmerzen wurden fort gespült. Seine Göttin stand dort am Rande der Lichtung und ihr Lächeln brachte ihn um den Verstand. Er würde ihr folgen, seine leblose Hülle abstreifen und mit ihr bis ans Ende aller Tage glücklich sein. Alles, was er im irdischen Leben nicht erreicht hatte war unwichtig. Sein Leben lag nun in den Händen der Göttin und er fühlte sich das erste Mal in seinem Leben sicher. Das Leben, welches eben endete war erfüllt von Kämpfen und dem Kampf gegen sich selbst. Jetzt musste er nicht mehr kämpfen und konnte sich treiben lassen.

Isaak hob den Körper der Frau auf, spürte den schwächer werdenden Puls und war froh, dass seine Frau in der Nähe war, mit ihren Heilkünsten, würde die Frau überleben. Die Blutung müsste gestoppt werden und im Wald fand sie die richtigen Kräuter. Für Antonius, so der Name des Toten, konnte er nichts mehr tun. Das Lebenslicht war ausgelöscht und die leere Hülle sollte den letzten Weg eines Kriegers gehen. Verbrannt, wie die Ahnen des Hünen. Das Blut sickerte in den Boden, nährte ihn und gab ihm das zurück, was aus ihm entstanden war. Der Krieger aus dem Norden neigte sein Haupt vor seinem toten Gegner und bereitete die Totenstätte vor. Diese letzte Ehre war er ihm schuldig, auch wenn dieser Mensch ein schlechter Mensch war und aus falschen Motiven gehandelt hatte. Er hatte eine Bestattung verdient, die einem Krieger würdig war.
In the end, all things betray you.
Honor. Ideals. Heroism.
Allies. Comrades. Lovers.
Your eyes. Your limbs. Your heart.
And in the end, you betray yourself.
And that is the greatest betrayal of all.


[Bild: otta.jpg]
04.05.2009, 21:06