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Sturm der Leidenschaft
Anonymous

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Beitrag #9
 
Mara war völlig verzaubert. Sie schwebte im siebenten Himmel, konnte die Engel singen hören und hatte Schmetterlinge im Bauch. Wenn dies nicht die wahre Liebe war, was dann?! Sie hatte noch nie solches Glück verspürt. Seit Glob sie auf dem Immanturnier auserkohren hatte sein Braut zu sein wußte sie, daß sie auch genau das sein wollte. Glob's Frau. Sie wollte in einem kleinen Haus im Wald mit ihm Wohnen, das Leben geniessen und...

Doch... es konnte nicht sein. Es würde weh tun, sehr weh sogar. Und ihr mehr als ihm, aber es mußte sein. Sie hatte einen Eid geschworen, mußte ihre Pflicht der Königin, den Amazonen und Uma gegenüber erfüllen. Sie war als Preis für den Gewinner des Fruchtbarkeitsfestes auserkohren und dem konnte sie sich nicht entziehen. Die Königin hatte es ihr befohlen und sie mußte gehorchen. Aber... vielleicht konnte sie es Glob erklären? Würde der Gnomling es verstehen? Sie könnten ja nach dem Fruchtbarkeitsfest zusammen leben...

Mara blickte in seine Knopfaugen, sah die Liebe darin, die er ihr entgegen brachte. Nein, das konnte sie dem Gnomling nicht antun. Er würde niemals verstehen, wie sie sich freiwillig einem fremden Mann hingeben konnte, den sie nicht einmal liebte. Mit dem sie nur aus Pflichtgefühl ihrer Königin und der Göttin Uma gegenüber eine Nacht verbringen würde. Nein, Glob würde dies nicht verstehen können.

Gab es vielleicht einen anderen Weg? Konnten sie zusammen fliehen und irgendwo gemeinsam leben? Vielleicht zusammen mit Glob's Brüdern? Mara blickte sich vorsichtig um. Nein... Nein, Ares und Uma würden sie verfluchen und die Amazonen sie bis an das Ende ihrer Tage jagen. Das war kein Leben für den kleinen Gnomling, das hatte er nicht verdient. Aber das, was Mara ihm nun sagen würde, das hatte Glob noch viel weniger verdient. Aber es mußte sein... „Oh Uma, deine Prüfungen sind hart!“ dachte Mara traurig und holte tief Luft.

„Glob...“ begann sie, doch ihre Stimme brach, bevor sie ein weiteres Wort hervor brachte. „Ja maine Amagöttin?“ hauchte der Gnomling und sah sie mit einem Blick an, der selbst die Rachegöttin Alekto von jeglichem Tun abgehalten hätte. Mara räusperte sich und blickte zur Tür. Diese Augen würden sie für den Rest ihres Lebens verfolgen. Ihre Finger umschlossen den Ring, den Glob ihr geschenkt hatte. Eigentlich müßte sie ihn zurück geben, aber wenn sie Glob schon abweisen mußte, dann wollte sie zumindest den Ring behalten. Als Erinnerung an diesen Moment. Den Moment, an dem sie der Liebe ihres Lebens aus Pflichtgefühl einen Dolch ins Herz rammen mußte!
09.05.2008, 16:48


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Sturm der Leidenschaft - von Anonymous - 08.05.2008, 22:02
[Kein Betreff] - von Anonymous - 08.05.2008, 22:02
[Kein Betreff] - von Anonymous - 08.05.2008, 22:03
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[Kein Betreff] - von Anonymous - 11.05.2008, 21:22